Sie haben auf einer Website bezahlt, die sich als gefälschter Online-Shop herausgestellt hat. Die Ware kommt nicht an, der Kundenservice antwortet nicht, die Website ist möglicherweise bereits verschwunden. Was Sie in den nächsten Stunden tun, ist entscheidend für Ihre Chancen, Ihr Geld zurückzubekommen. Hier ist die Reihenfolge der Maßnahmen, die Sie sofort ergreifen sollten.
Innerhalb der ersten 24 Stunden: Kontaktieren Sie Ihre Bank
Wenn ihr mit Kredit- oder Debitkarte bezahlt habt, ruft sofort den Kundenservice eurer Bank an und bittet darum, die Transaktion zu sperren. Befindet sich die Zahlung noch in der Autorisierungsphase, lässt sie sich möglicherweise noch stoppen. Teilt in jedem Fall mit, dass es sich um eine betrügerische Transaktion handelt, und bittet darum, das Rückbuchungsverfahren einzuleiten. Zeit ist entscheidend: Je früher Sie handeln, desto größer sind die Chancen auf eine Rückerstattung.
Wenn Sie mit PayPal bezahlt haben
Eröffnen Sie direkt in Ihrem PayPal-Konto im Bereich „Streitfälle“ eine Streitigkeit. PayPal bietet einen Käuferschutz, der nicht erhaltene Einkäufe sowie solche abdeckt, die erheblich von der Beschreibung abweichen. Die Reklamation muss innerhalb von 180 Tagen nach der Zahlung eingereicht werden. Geben Sie alle Details an: URL der Website, Screenshot der Bestellung, eventuelle Korrespondenz mit dem Verkäufer.
Wenn Sie per Überweisung bezahlt haben
Die Überweisung ist im Falle eines Betrugs die risikoreichste Zahlungsmethode, da sie weniger automatische Schutzmaßnahmen bietet. Wenden Sie sich dennoch unverzüglich an Ihre Bank: Wenn die Überweisung erst vor wenigen Stunden veranlasst und noch nicht ausgeführt wurde, lässt sie sich möglicherweise noch widerrufen. Falls sie bereits ausgeführt wurde, bitten Sie Ihre Bank, die Empfängerbank zu kontaktieren, um zu versuchen, die Überweisung zurückzurufen. Die Chancen stehen zwar schlecht, sind aber nicht gleich null, insbesondere wenn Sie schnell handeln.
Sammeln Sie alle Beweise
Bevor die Website geschlossen oder geändert wird, machen Sie Screenshots von allem: der Produktseite, der Bestellbestätigung, den erhaltenen E-Mails, der Seite „Über uns“ oder „Kontakt“ sowie eventuellen Support-Chats. Speichern Sie den Kontoauszug mit der Transaktion. Diese Beweise werden für die Anzeige, die Beschwerde bei der Bank und ein eventuelles Gerichtsverfahren benötigt.
Erstattet Anzeige
Erstattet Anzeige bei der Postpolizei, was ihr auch online auf der Website commissariatodips.it tun könnt. Gebt in der Anzeige alle Details an: URL der Website, gezahlter Betrag, Zahlungsmethode, Angaben zum Verkäufer (sofern verfügbar), Daten und Umstände. Die Anzeige ist auch erforderlich, um bei einigen Banken das Rückbuchungsverfahren einzuleiten.
Melden Sie die Website
Melden Sie die Website bei ShopSicuro, um zum Schutz anderer Verbraucher beizutragen. Die Meldungen werden von unserem Team überprüft und, sofern sie sich bestätigen, wird die Website in die öffentliche Blacklist aufgenommen. Sie können die unlautere Geschäftspraxis auch bei der AGCM melden – im Bereich „Formulare“ von ShopSicuro finden Sie das vorausgefüllte Meldeformular.
Bitten Sie um Unterstützung
Wenn Sie Unterstützung bei der Bearbeitung des Falls benötigen, können Sie direkt über den Bereich „Hilfe“ auf ShopSicuro Unterstützung beim Team aus Rechtsanwälten und Beratern des Verbraucherverbandes iConsumatori anfordern. Unsere Experten können Ihnen beim Rückbuchungsverfahren, beim Ausfüllen der Anzeige und bei eventuellen rechtlichen Schritten helfen.